Symbolbild zum Thema Stiftsbezirk St. Gallen
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UNESCO-WelterbeSt. Gallen

Stiftsbezirk St. Gallen

Die weltberühmte Stiftsbibliothek und Kathedrale – ein Meisterwerk der Barockarchitektur.

Bild: Pexels

Das intellektuelle Herz der Ostschweiz

Der Stiftsbezirk im Herzen der Schweizer Stadt St. Gallen ist ein unbestrittenes Meisterwerk der Barockarchitektur, das auf extrem tiefen historischen Wurzeln der karolingischen Epoche ruht. Seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe, ist er das kulturelle Gravitationszentrum der gesamten Region St.Gallen-Bodensee. Ohne die Gründung des namensgebenden Klosters im 7. Jahrhundert hätte es die Stadt St. Gallen schlichtweg nicht gegeben – sie entstand weder an einem natürlichen Verkehrsknotenpunkt noch an einer prädestinierten topografischen Lage.

Die Stiftsbibliothek

Das intellektuelle und spirituelle Herzstück der Anlage ist die Stiftsbibliothek. Sie beherbergt eine bedeutende Sammlung von handgeschriebenen Manuskripten, Inkunabeln und historischen Büchern. Besonders wichtig ist der St. Galler Klosterplan aus dem 9. Jahrhundert, der als herausragendes Dokument mittelalterlicher Klosterplanung gilt.

Die Kathedrale

Die benachbarte Kathedrale von St. Gallen besticht im starken Kontrast zur mittelalterlichen Strenge der Bibliothek durch ihre heitere, überbordende Rokoko-Innenausstattung und eine beeindruckende, himmelwärts strebende Doppelturmfassade. Der Kontrast zwischen der asketischen Gelehrsamkeit der Handschriften und der sinnlichen Pracht der Kirchenarchitektur macht den Stiftsbezirk zu einem einzigartigen Erlebnis, das man an einem einzigen Ort durchwandern kann.

Mit Kindern und bei Regen

Die Bibliothek und die Ausstellungen liegen in Innenräumen, zwischen den Gebäuden bleiben kurze Außenwege. Für Kinder ab etwa neun Jahren bietet der Betreiber die Rätseltour „Das verschwundene Pergament“ an; rechne mit etwa zwei Stunden und prüfe Verfügbarkeit sowie Zusatzpreis im Museumsshop. Kinderwagen bleiben am Bibliothekseingang. Mit sehr kleinen Kindern ist daher eine kürzere Auswahl sinnvoll. Anreise, Museumsschließtage und letzte Rückfahrt vorab prüfen.

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